Verkehrsnetz

Flugverkehr
Mazedonien verfügt über zwei internationale Flughäfen in der Nähe der gleichnamigen Städte Ohrid und Skopje. Die mazedonischen Fluggesellschaften Macedonian Airlines (MAT) und AirLift Service (Skywings International) bieten von den Flughäfen Skopje und Ohrid Flüge nach Deutschland, Belgien, die Schweiz, Österreich und die Türkei an.
Ausländische Fluggesellschaften, die Mazedonien anfliegen sind: Austrian Airlines, Croatia Airlines, Montenegro Airlines, Czech Airlines, Turkish Airlines, British World Airlines, Aeroflot, Adria Airlines, Eurowings, SAS, Edelweiss Airlines (CH) und Malev-Hungarian Airlines.
An den Flughäfen stehen rund um die Uhr Taxis zum weiteren Transport der Fluggäste bereit, grössere Gruppen sollten jedoch bereits bei der Reisebuchung einen Taxi-Transfer z.B. mit einem Van vorbestellen, da keine Shuttle-Busse an den Flughäfen stehen und der gemeinsame Transport erheblich günstiger ist. Grundsätzlich sollte jeder Reisende am Flughafen den Fahrtpreis mit dem Taxifahrer vor Antritt der Fahrt aushandeln. Als Berechnungsgrundlage gilt in Mazedonien durchschnittlich ein Tarif von 1 Euro für 3 km.
An beiden Flughäfen stehen mehrere nationale und internationale Autovermietungen zur Auswahl, die nach Bedarf Mietwagen in diversen Ausführungen zur Verfügung stellen.


Autoverkehr
Der mazedonische Staat hat durch die wirtschaftliche Unterstützung der EU und die zunehmend stärker werdende Wirtschaft im Land in den vergangenen Jahren das Strassennetz in weiten Teilen des Landes verbessert und für den Bau von Autobahnen und Schnellstrassen gesorgt. Durch die Verbesserung der wirtschaftlichen Infrastruktur in den grösseren Städten ist die Anzahl an Verkehrsteilnehmern mit eigenem PKW dort stetig gewachsen und sorgt für ein höheres Verkehrsaufkommen. Auch der Gütertransport in die benachbarten Balkan-Staaten und EU-Länder wurde durch die Erweiterung und Modernisierung des Strassennetzes erheblich vereinfacht und schneller. Das Verkehrsaufkommen ist rund um die grösseren Städte lebhafter als in den ländlichen Gegenden, wo die Strassen noch nicht den europäischen Standards entsprechen.und eine etwas vorsichtigere Fahrweise erfordern. Da der Strassenbau grundsätzlich sehr teuer ist, erhebt der mazedonische Staat auf den Autobahnen Mautgebühren, die jedoch mit 3,00 € für Motorräder oder Autos und rund 7 € für Lastkraftwagen und Busse noch relativ preiswert sind. Die Preise variieren allerdings, da sie an die Entwicklung des Benzinpreises gebunden sind. Tankstellen sind in Mazedonien entlang der stark befahrenen Strecken flächendeckend vorhanden und bieten alle gängigen Sorten Benzin in ausreichender Menge an. In den Sommermonaten ist während der Hauptreisezeit in Mazedonien mit erhöhtem Verkehrsaufkommen und an den Grenzen mit teils langen Staus zu rechnen, auf die man sich mit zusätzlichen Getränken und Esswaren im PKW einstellen sollte.

Zugverkehr
Die mazedonischen Züge entsprechen zwar nicht unbedingt den modernen Standards der heutigen Zeit, bieten aber durchaus eine akzeptable und preisgünstige Reisevariante für Urlauber, die genügend Zeit mitbringen. Das Eisenbahnnetz verbindet vom Hauptbahnhof in Skopje aus die wichtigsten Städte Mazedoniens und der benachbarten Balkanländer miteinander und bietet den Reisenden die Möglichkeit, entspannt die vorbeiziehende Landschaft in all ihren wunderschönen Facetten zu bewundern, da die Züge noch mit einer relativ geringen Geschwindigkeit unterwegs sind.


Busverkehr
Die meisten Menschen in Mazedonien nutzen die regelmässig verkehrenden nationalen und internationalen Buslinien, um innerhalb des Landes auf zügige Art von einem Ort zum anderen zu kommen oder Reisen in die angrenzenden Nachbarländer zu unternehmen. Die Fernreisebusse sind in den meisten Fällen recht modern und komfortabel ausgestattet, die Busse der nationalen Buslinien entsprechen noch nicht immer den gewohnten Standards, werden aber auch zunehmend durch neuere Modelle ersetzt. Der internationale Busbahnhof befindet sich im Zentrum der mazedonischen Hauptstadt Skopje, dort starten täglich Fernbusse nach Albanien, Bulgarien, Serbien und die Türkei. Grundsätzlich ist Busfahren in Mazedonien noch relativ preiswert und wesentlich schneller als eine Fahrt mit dem Zug. Fahrscheine erhält man in Tabakgeschäften (Trafiken), die meist in unmittelbarer Nähe der Bushaltestellen sind. Eine Fahrt von Skopje zum bekannten Ohrid-See kostet z.B. rund 6 Euro und dauert je nach Buslinie und gewählter Fahrtstrecke bis zu 5 Stunden.

Taxi
Taxifahren in Mazedonien ist im internationalen Vergleich noch ziemlich preiswert und die Taxifahrer sind – bis auf wenige Ausnahmen – sehr korrekt und freundlich. Es ist üblich, ein Taxi aus dem fliessenden Verkehr an den Strassenrand zu winken, man kann aber auch vom Hotelpersonal eines der Mietautos bestellen lassen. Grundsätzlich gilt bei kürzeren Fahrten ein durchschnittlicher Fahrtpreis von 1 Euro für 3 km, der von den meisten Fahrern, die über das Hotel bestellt wurden, ohne vorherige Verhandlung auch berechnet wird. Bei freien Taxis bietet sich eine Preisanfrage vor Fahrtantritt an, denn nachträgliche Reklamationen führen oft zu unschönen Auseinandersetzungen von beiden Seiten. Sollte man sich mit einem Fahrer für eine längere Besichtigungsfahrt verabreden, richtet sich der Fahrtpreis nach den Stunden, die man gemeinsam unterwegs ist. Der Stundenlohn beträgt in diesen Fällen durchschnittlich 6 Euro, kann aber je nach Verhandlungsgeschick beider Beteiligten auch nach oben oder unten variieren. Viele Taxifahrer stimmen einer Ausflugsfahrt nicht nur wegen der zusätzlichen Einnahmen begeistert zu, sondern freuen sich über jeden Touristen, dem sie die Schönheit ihres Landes zeigen können und unterhalten ihre Fahrgäste während der Fahrt oft mit wunderbaren Geschichten aus der mazedonischen Vergangenheit. Die meisten Taxifahrer in den grösseren Städten können sich in mehreren Sprachen verständigen und sprechen- wenn auch nicht immer perfekt – Englisch, Französisch oder Deutsch. Wenn gewünscht, stellen sich viele Mietwagen-Fahrer während eines solchen Ausflugs gerne als sachkundige Fremdenführer mit informativen Geschichten zu den interessanten Sehenswürdigkeiten in Mazedonien zur Verfügung oder zeigen ihnen Restaurants, in denen man die landestypische Küche zu vernünftigen Preisen geniessen kann. Diese „besondere“ Art, Mazedonien kennen zu lernen, sollte man nicht unbelohnt lassen und sich bei dem Fahrer mit einigen Extra-Euros für die nette Betreuung während der Fahrt bedanken.